Kommentar von DL5AFN zur neuen Rfinder App

1. Wie schon von einem dt. Relaisbetreiber gefragt: Woher hat der DARC diese Daten? Wurden diese mit dem Einverständnis der Betroffenen/Genannten gesammelt/erhoben? Woran zumindest ich pers. erhebliche Zweifel habe. Träfe mein Eindruck so zu, wären DARC, und alle Anderen hieran Beteiligten nicht besser als z.B. die „Datenkrake Google“.

2. Relaisfunkstellen-Daten bzw. Infos (Betriebsfrequenzen, Shifts, Relaisöffnungsmodus etc..) sind normalerweise problemlos im Web faktisch weltweit KOSTENLOS auffindbar.

Beispiel dafür wäre die kostenlose Android-App „Repeaterbook“. Diese funktioniert lt. div. Foreneinträgen vom Sommer 2015 sehr gut und problemlos. Danke an Bernd für den Hinweis.

Allein deshalb für eine Datenbank Geld auszugeben, ist nicht nachvollziehbar. Wohl nur „versehentlich“ werden derartige KOSTENLOSE Apps wie „Repeaterbook“ usw. vom DARC und Co..nicht öffentlich kommuniziert.

3. Die im DARC-Bericht erwähnten Apps für Smartphones, Iphones etc..sind auch tatsächlich betriebsstabil, daten-bzw. Nutzerfreundlich und Nutzersicher sicher und melden nicht etwa klammheimlich das Nutzerverhalten an DARC und Co..weiter?

Und sie spionieren auch nicht faktisch das gesamte Nutzergerät z.B. betr. Kontakliste, SMS etc..aus?!

Sorry für mein Misstrauen, aber dessen bin ich mir keineswegs sicher! Träfe dies tatsächlich so zu, wäre es keine Überraschung, wenn mit den heimlich gesammelten App-Nutzerdaten die RFinder-Verantwortlichen wie DARC und Co..auch damit noch Geschäfte machen.

4. Für „gewöhnl. dt. Funkamateure“ gilt u.a. AfuG §5 Abs. 4 Satz 1:

Eine Amateurfunkstelle darf nicht zu gewerbl-wirtschaftl. Zwecken betrieben werden.

Bezogen auf die DARC-Vereinspolitik, der DARC-Beteiligung an RFinder etc..scheinen im sinn-erweiterten Betrachtungswinkel m.E. wohl manche vor dem Gesetz gleicher als gleich zu sein…

Abschliessend gesagt, komme ich pers. nicht um den Eindruck, dass z.B. der DARC angesichts der wohl stark schwindenen Mitgliederanzahl erhebl. Finanzprobleme hat, und wirklich auf ALLEN Wegen versucht, neue Geldquellen zu generieren. Ob hierbei der Amateurfunk insgesamt als eine eigentlich wirtschaftlich neutrale Institution durch die Hintertür verkauft, bzw. verramscht wird, kümmert die „Interessenvertreter des Amateurfunks“ m.E. offenkundig überhaupt nicht!

Es wäre keine Überraschung, wenn angesichts der lt. meinem Eindruck herrschenden DARC-Finanznot, der Verein zukünftig z.B. eine kostenpflichtige Info-App für z.B. Fragen zum Amateurfunkzugang, rechtl. Beratung innerhalb des Amateurfunks etc…entwickelt und vertreibt. Von evtl. noch kommenden früher kostenlosen und jetzt KOSTENPFLICHTIGEN Infos per Telefon, Email etc..durch den DARC mal abgesehen.

Die daraus resultierende Frage nach dem Wert der DARC-Mitgliedschaft muss Jeder für sich beantworten.

73s Manuel DL5AFN ex DARC-Mitglied

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2 Kommentare zu Kommentar von DL5AFN zur neuen Rfinder App

  1. Nach der website von RFinder sieht die App ganz funktional aus und könnte für mich geeeignet sein. Allerdings halte ich das Bereitstellen und die Aufarbeitung solcher Infos für eine Kernkompetenz und Satzungsmäßige Aufgabe meines Verbandes (DARC).
    Wenn der auch noch die Daten zuliefert und „kooperiert“ ist es vollends unverständlich, dass diese Leistung nicht wenigstens den Mitgliedern ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung gestellt wird, die Frage ist natürlich auch an die meines Wissens auch vom DARC mitfinanzierten Übernationalen Verbände zu stellen. Soweit „Vereinskleinklein“.

    Die andere Frage ist natürlich auch für andere, nicht vereinsmeiernde Interessenten) freie Software, zb auf Basis von Openstreetmap basierende Apps aktiv voranzutreiben, das eigentlich zeitgemäße Konzept.
    Bitte an die Blogger hier: übersicht über einschlägige „freie“ Apps, wie dieses Repeaterbook.

  2. Helmut Peschke sagt:

    Ich benutze das App RepeaterBook seit geraumer Zeit und kann es nur empfehlen. Es ist wirklich recht Aktuell und wird gut gepflegt.
    Und das beste ist, es ist wirklich Kostenlos, also kann man sich die mit Kosten verbundene Geschichte des DARC wirklich sparen.

    H. Peschke (Kein DARC-Mitglied mehr)

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