Thema Interim-Meeting der IARU Region-1 in Wien (Auszug):

„(…) Im Komitee C4, das für UKW zuständig ist, schlägt der DARC-UKW-Referent DL1YBL vor, die Empfehlungen der letzten IARU-Konferenz bezüglich CTCSS bei FM-Relais umzuformulieren. Der Passus, dass CTCSS bei allen Relais bis Ende 2014 Pflicht sein soll, soll entfallen. ABER: Es soll die Empfehlung gelten, dass „CTCSS in dichtbevölkerten Gebieten zur Interferenz-Vermeidung eingesetzt wird“. Dieser Vorschlag kommt also vom DARC. Die Frage ist, ob dieser dann hinterher den Analog-Relaisbetreibern in DL wieder erzählen will, dass man sich ja nicht an die Empfehlung in DL halten braucht…. Außerdem: Wer soll im Zweifelsfall entscheiden, was ein dicht bevölkertes Gebiet ist? Der DARC, der Relaisbetreiber oder gar die BnetzA? Solch ein Vorschlag bzw. Empfehlung ist jedenfalls wohl kaum zur Beruhigung der bereits sehr aufgeregten Gemüter der Sysops geeignet und es wurde damit bereits wieder Schaden angerichtet. Aber es kommt noch besser!
DL1YBL schlägt vor zu diskutieren, ob es nicht möglich sei, zukünftig Amateurfunk-Kurzwellenfrequenzen zur Verlinkung von lokalen VHF- oder UHF-Relais mittels eines digitalen Verfahrens zu verwenden. Er begründet dies damit, dass immer mehr Funkamateure auf der Kurzwelle aufgrund der Störsituation QRT machen würden und es im urbanen Bereich heutzutage auch schwierig sei, überhaupt noch angemessene KW-Antennen aufbauen zu können. Digitale Sprachübertragung hingegen würde aber in Zukunft immer populärer werden.
Klar doch: Wir haben ja eh soviel ungenutztes Spektrum auf der Kurzwelle, da passen doch locker noch haufenweise die Signale von vielen jeweils mehreren Kilohertz breiten digitalen Linksignalen rein. Ach ja, die PLC-Problematik würde sich dann langfristig auch erledigen, wenn man die KW nur noch für störunempfindliche laute lokale digitale Linksignale verwendet. Wie praktisch! Dann sind auch die Werbeanzeigen für PLC-Modems in den Beilagen diverser Afu-Zeitschriften nicht mehr so peinlich.
Dass die KW-Signale eventueller Linkstrecken aufgrund der ionosphärischen Ausbreitung auf der ganzen Welt mitgehört werden (müssen), scheint wohl auch bedeutungslos zu sein. (…)“

(Quelle: Funk-Telegramm 4/2013, Seite 14)

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Ein Kommentar zu Thema Interim-Meeting der IARU Region-1 in Wien (Auszug):

  1. DD3EO sagt:

    Na, ich kann mir schon denken, daß das so formuliert wird, daß der Eindruck entsteht, das Ganze ist beschlossene Sache und das mit der nicht bindenden Empfehlung landet am Ende in einem Absatz ganz unten oder in einer Fußnote.
    Das dazu.

    Öhhm, Repeaterlinks auf Kurzwelle?
    *Head Desk*
    *Head Desk*
    *Head Desk*
    Echt, wie dämlich ist das denn? Lieber OM DL1YBL, was immer Sie nehmen,
    nehmen Sie bitte weniger davon. Man merkt, der werte Herr hat sich offensichtlich noch nie mit den physikalischen Eigenschaften der Kurzwelle beschäftigt.
    Linkstrecken gehören aus den verschiedensten Gründen in den GHz-Bereich.
    Tja lieber DL1YBL, da paßt mal wieder das Zitat von Dieter Nuhr:
    „Wenn man keine Ahnung hat…“

    Gruß
    DD3EO
    @Basti: Danke für die Info und den Lacher des Tages.

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