Meldung aus dem Schleswig-Holstein Rundspruch von DC5BT

Am 24.09.2012 traf bei uns diese Meldung aus dem Schleswig-Holstein Rundspruch ein.

CTCSS-Untertöne bei unseren Relaisfunkstellen

Zur Zeit wird stark über die Einführung von CTCSS-Tönen für unsere FM-Relaisfunkstellen diskutiert. Der SH-Rundspruch hatte bereits darüber berichtet. Der für das VUS-Referat zuständige Vorstandsmitglied Christian Entsfellner, DL3MBG hat dazu am 17.September seinen E-Mail-Verkehr mit dem CTCSS-Kritiker DL1ESK Sebastian Kraus aus dem Ortverband R14 (Anmerkung von DG3ACM: leider ist er nicht im R14 sondern im R33) an alle Distriktsvorsitzenden verschickt. Diese wurde im Distrikt Schleswig-Holstein auch allen OVVen zugeleitet.
Bei der im Mai stattgefundenen Arbeitstagung des VUS-Referates war CTCSS auch ein kontroverses Thema. Deshalb wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt unter Leitung von DH6BB. Ein Arbeitsergebnis sollte zur Interradio vorliegen.
Nun hat am 19.September DL3MBG sehr kurzfristig für den 22.September – also vorgestern – zur Besprechung nach Baunatal eingeladen. Da Baunatal kein Vorort von Kiel ist, konnte ich daran nicht teilnehmen. Ich habe deshalb eine schriftliche Stellungnahme an den DARC-Vorstand und das VUSReferat gesendet. Diese Stellungnahme werde ich in Kürze auf der Distriktswebseite veröffentlichen. Wer die entsprechenden IARU-Beschlüsse nachlesen möchte und sie nicht im Internet findet, kann mir eine E-Mail schicken an dc5bt(at)vfdb.org.
Wenn der DARC-Vorstand mit einer Frist von 3 Tagen zu einer Besprechung einlädt, läßt das auf einen großen Klärungsbedarf schließen. Ich gehe davon aus, daß der nächste Deutschlandrundspruch einen Bericht von der Besprechung bringt!
Ich kann in der Einführung von CTCSS bei den FM-Relaisfunkstellen keine Vorteile erkennen, sondern nur Nachteile. CTCSS ist ein Selektionsverfahren, das schon seit Jahrzehnten beim Betriebsfunk eingesetzt wird. Damit werden nur die Funkgespräche der eigenen Firma gehört werden und nicht die anderen. CTCSS ist also ein Mittel zur Abgrenzung von anderen Funk-Partnern und verhindert damit die QSO. Das ist kontraproduktiv für den Erhalt unserer Amateurfunkfrequenzen, weil dann die Bandbelebung fehlt. Die Anderen warten nur darauf!
In der kommerziellen Betriebsfunktechnik werden von der Hoheitsbehörde getrennte Kanäle für FM und Digitalfunk vergeben. Der Grund ist einfach:
Es gibt keine Funkverträglichkeit zwischen den Modulationsarten! Auch nicht mit CTCSS! Bei einer gleichzeitigen Belegung eines Kanals mit Digitalfunk und analogen FM-Funk wäre dann der Funkstörmeßdienst im Dauereinsatz. Und die entnervten Betriebsfunkkunden werden versuchen den Funkfachhändler zu verklagen.
Hier wird meines Erachtens versucht, die analogen Relais zugunsten der Digitalrelais zu verdrängen. Der DARC sollte daher in der nächsten IARUVersammlung beantragen, die entsprechenden IARU-Beschlüsse von Sun-City vom August 2Ø11 und CAVTAT von 2ØØ8 aufzuheben.

vy 73 von Dieter, DC5BT, UKW-Referent im Distrikt Schleswig-Holstein

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